Chefsessel, Bürosessel, Drehstuhl – gemeint ist meist dasselbe: der Stuhl, auf dem täglich sechs bis neun Stunden gearbeitet wird. Über die Zufriedenheit entscheidet dabei nicht die Optik, sondern die Mechanik. An Farbe und Form gewöhnt man sich – an eine Mechanik, die beim Zurücklehnen gegen die Oberschenkel drückt, nicht.
Der wichtigste Unterschied im Datenblatt, und der am häufigsten überlesene.
Bei der Wippmechanik kippen Sitz und Lehne als starre Einheit nach hinten, meist um einen Drehpunkt unter der Sitzmitte. Beim Zurücklehnen hebt sich die Sitzvorderkante an und drückt gegen die Oberschenkel, die Füße verlieren den Bodenkontakt. Für kurze Sitzphasen unproblematisch, für lange Arbeitstage die schwächere Lösung.
Bei der Synchronmechanik neigen sich Sitz und Lehne in einem abgestimmten Verhältnis zueinander – die Lehne weiter als der Sitz, typischerweise etwa 2:1. Der Kontakt zum Rücken bleibt beim Zurücklehnen erhalten, die Sitzvorderkante bleibt tief, die Füße bleiben am Boden. Genau das erlaubt das bewegte Sitzen, das Bandscheiben entlastet.
Achten Sie zusätzlich auf zwei Details:
Gewichtseinstellung. Der Widerstand der Lehne sollte auf das Körpergewicht anpassbar sein. Zu straff eingestellt bewegt sich niemand, zu locker fällt man nach hinten – in beiden Fällen sitzt man wieder starr.
Arretierung in mehreren Positionen. Die Möglichkeit, die Lehne in einer bestimmten Neigung festzustellen, ist bei konzentrierter Bildschirmarbeit nützlich.
Lordosenstütze. Sie unterstützt die natürliche Wölbung der Lendenwirbelsäule und ist das wirksamste einzelne Ergonomiemerkmal. Entscheidend ist, dass sie höhenverstellbar ist: Eine fest eingebaute Wölbung sitzt bei einer 1,60 m großen Person an einer völlig anderen Stelle als bei einer 1,90 m großen. Manche Modelle erlauben zusätzlich, die Vorwölbung in der Tiefe zu justieren.
Hohe Rückenlehne mit Kopfstütze. Sie entlastet Nacken und Schultern, sobald man sich zum Nachdenken, Lesen oder Telefonieren zurücklehnt. Die Kopfstütze sollte höhen- und idealerweise neigungsverstellbar sein – sonst schiebt sie den Kopf nach vorn statt ihn zu stützen.
Sitztiefe. Zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante sollten etwa zwei bis drei Fingerbreit Platz bleiben. Ist der Sitz zu tief, rutscht man nach vorn und verliert den Lehnenkontakt; ist er zu kurz, drückt die Kante. Modelle mit Sitztiefenverstellung lösen das, für Menschen deutlich über oder unter Durchschnittsgröße ein wichtiges Merkmal.
Armlehnen sollen die Unterarme tragen, ohne dass die Schultern hochgezogen werden. Die Verstellbarkeit wird in Achsen angegeben:
Für den Hausgebrauch reicht in der Regel eine Höhenverstellung. Wer viel tippt, profitiert von der Tiefenverstellung, weil die Unterarme dann bis zur Tastatur gestützt bleiben. Wichtig ist außerdem, dass die Armlehnen tief genug abgesenkt werden können, um unter die Tischplatte zu passen – sonst steht der Stuhl dauerhaft zu weit vom Schreibtisch entfernt.
Leder und Kunstleder wirken repräsentativ, lassen sich abwischen und halten mechanisch am längsten. Nachteil: Bei Wärme sitzt man darauf spürbar heißer, weil die Oberfläche keine Feuchtigkeit aufnimmt. In gut belüfteten oder klimatisierten Räumen fällt das kaum ins Gewicht, in einer Dachgeschosswohnung im Sommer sehr wohl.
Netzrücken (Mesh) ist die Antwort genau darauf. Die Luft zirkuliert durch das gespannte Gewebe, man sitzt auch am Nachmittag nicht warm, und der Stuhl wirkt optisch leicht – ein Vorteil in kleinen Räumen, wo ein massiver Lederstuhl dominiert. Weniger geeignet, wenn ein klassisch-repräsentativer Look gefragt ist.
Stoffpolster liegt dazwischen: wohnlich, warm, in vielen Farben von Beige über Grau bis Anthrazit. Die häufigste Wahl fürs Homeoffice, wo der Stuhl im Wohnraum steht und nicht nach Büro aussehen soll. Prüfen Sie die Reinigungsfähigkeit – Stoff nimmt im Gegensatz zu Leder Flecken auf.
Zwei Bauteile, die selten beachtet werden und über die Lebensdauer viel entscheiden.
Das Fußkreuz aus Kunststoff ist leichter und günstiger, aus Metall stabiler und schwerer. Bei höherem Körpergewicht oder intensiver Nutzung ist Metall die haltbarere Wahl.
Bei den Rollen kommt es auf den Bodenbelag an: Harte Rollen sind für Teppich gedacht, weiche für Hartböden wie Parkett, Laminat oder Fliesen. Die falsche Kombination führt entweder dazu, dass der Stuhl nicht rollt, oder dazu, dass er Spuren im Boden hinterlässt. Rollen lassen sich in der Regel problemlos tauschen.
Achten Sie außerdem auf die angegebene Belastbarkeit. Standardstühle sind meist auf etwa 120 kg ausgelegt; darüber gibt es verstärkte Modelle mit kräftigerer Gasfeder und Metallfußkreuz.
Diese vier Handgriffe kosten wenige Minuten und verändern den Arbeitstag mehr als der Preisunterschied zwischen zwei Modellen. Der Schreibtisch sollte dann so hoch stehen, dass die Unterarme waagrecht aufliegen – passende Modelle finden Sie unter Arbeits- und Schreibtische.
Im Büro stehen Belastbarkeit und Verstellbarkeit im Vordergrund: Der Stuhl wird acht Stunden am Tag genutzt, oft von wechselnden Personen. Hier lohnen Synchronmechanik, Sitztiefenverstellung und mehrachsige Armlehnen.
Im Homeoffice kommt die Optik dazu, weil der Stuhl im Wohnraum steht. Stoffbezüge in Beige oder Grau und schlanke Netzrücken fügen sich besser ein als schwarze Lederkolosse. Wer nur zwei bis drei Stunden täglich am Schreibtisch sitzt, kann bei der Mechanik Abstriche machen – ein einfacher Bürostuhl reicht dann oft aus.
Das Kinderzimmer ist Schlafzimmer, Spielzimmer, Lernort und Rückzugsraum zugleich – und in vielen österreichischen Wohnungen nicht größer als 9 bis 12 m². Spielsachen, Kuscheltiere, Bücher, Bastelsachen und Kleidung wollen irgendwo untergebracht werden. Ein Kinderbett mit Stauraum schafft hier auf einen Schlag viel Platz, ohne zusätzliche Stellfläche zu beanspruchen. In diesem Ratgeber vergleichen wir Schubladen und Bettkasten aus Sicht von Eltern und Kindern, zeigen, welche Größe zu welchem Alter passt, und geben praktische Tipps, wie Sie ein kleines Kinderzimmer platzsparend einrichten.
Ein Ecksofa ist für viele Haushalte das wichtigste Möbelstück im Wohnzimmer: Hier wird ferngesehen, gelesen, mit Freunden geplaudert und am Sonntagnachmittag ein Nickerchen gemacht. Umso ärgerlicher ist es, wenn das neue Sofa geliefert wird und der lange Teil auf der falschen Seite steht. Eine Rücksendung ist bei großen Polstermöbeln aufwendig – und bei Sonderanfertigungen oft gar nicht möglich. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie die Ausrichtung Ihres Ecksofas zuverlässig bestimmen, welche Varianten es gibt und worauf Sie bei Ecksofas mit Schlaffunktion, kleinen Ecksofas und verschiedenen Bezügen achten sollten.
Ein Nachtkästchen ist eines der meistgenutzten Möbelstücke im Schlafzimmer: Wecker, Handy, Wasserglas, Brille, Buch. Trotzdem wird es oft nach Optik gekauft – und erst zu Hause merkt man, dass man sich zum Handy hinunterbeugen oder das Glas über eine Kante heben muss. Besonders häufig passiert das beim Umstieg auf ein Boxspringbett, das deutlich höher ist als ein klassisches Bett. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Nachttisch-Höhe zu welchem Bett passt, wie Sie in drei Schritten richtig messen und worauf Sie bei Breite, Material, Farbe und Beleuchtung achten sollten.
Wer in einer Wiener Altbauwohnung, einer Grazer Neubauwohnung oder einem Einfamilienhaus im Mühlviertel lebt, kennt das Problem: Der Kasten ist voll, der Keller zu feucht und das Abstellkabinett längst belegt. Ein Bett mit Stauraum nutzt den Platz, der sonst ungenutzt bleibt – die Fläche unter der Matratze. Bei einem Doppelbett sind das schnell mehrere Hundert Liter. Doch welche Variante passt zu Ihnen? In diesem Ratgeber vergleichen wir Bettkasten und Bettschubladen so, wie Sie sie im Alltag tatsächlich nutzen: beim Bettwäschewechsel, beim Staubsaugen, beim schnellen Griff nach der Wolldecke. Dazu finden Sie konkrete Empfehlungen für jede gängige Größe von 90x200 bis 200x200.
Ein Hochbett und ein Etagenbett nutzen dieselbe Idee: Die Schlafebene wandert nach oben, damit die Grundfläche darunter oder darunter zusätzlich genutzt werden kann. Trotzdem lösen beide Möbel unterschiedliche Probleme. Das Hochbett schafft unter einer erhöhten Liegefläche Platz zum Spielen, Lernen oder Verstauen. Das Etagenbett schafft auf derselben Grundfläche zwei Schlafplätze. Für Eltern ist die Entscheidung aber nicht nur eine Frage von Quadratmetern. Raumhöhe, Alter des Kindes, Matratzenstärke, Leiter, Absturzschutz und die Position zu Wand, Fenster und Decke bestimmen, ob die Lösung langfristig funktioniert und sicher bleibt.
Beim Kleiderschrank entscheidet nicht nur seine Breite darüber, ob er ins Schlafzimmer passt. Genauso wichtig ist der Raum vor der Front. Ein Drehtürenschrank braucht Platz für die geöffneten Türblätter und für die Person davor. Ein Schiebetürenschrank benötigt keinen Öffnungsradius, dafür bleibt immer ein Teil des Innenraums von einer Tür verdeckt. Die Wahl zwischen Schiebe- und Drehtüren ist deshalb keine reine Designfrage. Sie beeinflusst Laufwege, Zugriff auf Kleidung, die Position des Bettes und sogar, wie sinnvoll ein schmaler Raum eingerichtet werden kann.
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
💺Was ist die Standardtragfähigkeit des Gasliftmechanismus für Bürostühle?
Die Standardtragfähigkeit des Hebemechanismus beträgt 120 kg, aber viele Hersteller liefern Mechanismen bis zu 150 kg.